Kleines Juwel…
Eins möchte ich gleich am Anfang klarstellen: Das hier ist keine objektive CD-Kritik. Was ich schreibe ist von subjektiver Begeisterung, persönlichen Eindrücken und Erinnerungen geprägt. Und deshalb (und auch weil der erste Track der EP auch so betitelt ist) schreib ich hier von einem Kleinen Juwel. Eingespielt wurde sie von Herrn Abenschein und seiner Rosmarie (Auch bekannt als DerErgievonCeil mit seiner Akustikgitarre) in Zusammenarbeit mit Peter Plektrum und Capo Carle im Heimstudio von Kilian Mohns, und das so: “zwei first takes, zwei second takes, zack, steht der scheiß..;)“.Was mir sehr positiv aufgefallen ist: Die CD klingt so wie man Herrn Abenschein und seine Rosmarie auch live kennt. Einfach nur Gesang und Gitarre – keinerlei Extras wie Rhythmusinstrumente oder Percussions, keine Bassspuren, keine Backings. Einfach nurAbendschein und Rosmarie. Ganz einfach. Wunderschön.
Kurz zu den einzelnen Songs: Das “Kleine Juwel” beginnt sehr schön mir mit einer schönen Rhythmuseinlage auf dem Gitarrenkörper. Sehr schön. Mir drängt sich der Eindruck auf, also ob Herr Abendschein direkt diese CD besingt: “Kleines Juwel, unvollendet, du willst raus und Leute lächeln sehn…” Die Bridge erinnert mich unweigerlich an längst vergangene Zeiten in denen Issue noch zusammen Musik machten. Nicht wegen der Musik, sondern wegen dem Mikroständer von Sänger Patrick: Da stand auch irgendwas drauf. Konnte es nie genau lesen, aber es könnte sowas wie die Zeile “Tu es, geh raus, zeig denen wer du bist! Strahlend, leuchte, berühre unser Herz” gewesen sein…
Im nächsten Song sinniert Herr Abendschein darüber warum er nur nebenher Musiker ist – und nicht davon lebt mit seiner Gitarre durch die Fußgängerzonen zu ziehen und einfach nur mit seiner Rosmarie glücklich ist. Ich frag mich bei dem Song unweigerlich warum er es denn nicht einfach macht – im Gegensatz zu mir kann er nämlich schöne Songs schreiben, gut Gitarre spiele und singen. Und deshalb sind wir uns nicht einig, du bist nicht nicht Songwriter genug!
Im nächsten Song brauch man kurz um zu verstehen worum es geht. Herr Abendschein singt aus zwei verschiedenen Perspektiven, die sich irgendwann kreuzen. Für meinen Geschmack wird das Leben des feinen Kerls etwas zu romantisch beschrieben (was aber auch mein einziger Kritikpunkt an den vier offiziellen Songs ist) – ansonsten ist es einfach eine schöne Geschichte der man gut lauschen kann.
Mach mich still ist einfach noch ein sehr schöner, persönlicher Worshipsong. So, wie er auch mir gefällt. Keine Hänssler/Gerth/sonstwas Standartproduktion, sondern ein persönlicher Text, ehrlich vorgetragen. Aber dass dieser Song es in die “Standartliederbücher” christlicher Jugendgruppen aufgenommen werden würde bleibt wohl ein wunsch…
Auch sehr schön: Die Hülle und das Cover (“auf Löschpapier gedruckte damit der Funke besser überspringen kann”). Erinnert mich an Maschinennähen in der Realschule 6. Klasse bei Frau Kühnel. Aber auch an Stoffe bestempeln, dritte Klasse Grundschule in TW, wahrscheinlich bei Frau Kefer. Sehr schön selfmade.
Zum Schluss gibt es (meiner Ansicht nach “leider”) auch noch einen Hidden Track, der mich zu folgendem Tweet veranlasst hat: “Langhaarschneid hat vorher seine neuste CD gehört und dachte bis kurz vorm Hidden Track das erste CD-Highlite des Jahres entdeckt zu haben…”, was auf Facebook doch ne längere Diskussion ausgelöst hat. Wobei ich nicht verheimlichen will, dass Gabriel Kautz, Basser bei Lifetape und Lilly Among Thorns, das ganze etwas anders sah: “Kiliaaan, seid ihr bereit…??” wie geil is DIE aktion denn bitte…?!?!?!?
” (Via Facebook auf Martin Ergenzingers Pinnwand)… Worum es geht: Der Hidden Track ist eine etwas eigenwillige Interpretation des alten Lobpreisklassikers “Ich singe dir ein Liebeslied“. Kommentar von Freunden zu dem Song: “Was – die EP ist vom Sänger von CEiL? Dann wundert mich bei dem Hidden Track garnix – nur die guten ersten Songs hätt ich dem garnicht zugetraut”. Ich meine: Das hätte nicht unbedingt sein müssen, aber zum Glück kann man ja wenn man den Hidden Track einmal gehört hat und der CD-Player dann auf “Repeat All” gestellt ist wenn man vier Songs gehört hat einfach auf “nächster Song” drücken – und sich wieder am ersten freuen.
Ganz zum schluss noch ne Aufforderung an alle die Bis hier gelesen haben: Kauft euch die CD, bucht Herrn Abendschein und seine Rosmarie für Shows bei euch (seien es auch nur Wohnzimmerkonzerte) und erzählt von der Musik weiter. Gerne könnt ihr auch diesen Text weiterverbreiten – und auch dieser Facebookgruppe beitreten: Alle die meinen dass Herr Abendschein nicht “nicht Songwriter genug” ist.
Facebook & Twitter killed this Blog
Auch wenn ich nicht ausschließen will hier irgendwann mal wieder was zu schreiben – zur Zeit ist hier tote Hose. Ich war ja noch nie der Held der langen Texte. Via Ping.fm gibts meinen aktuellen 140-Zeichen-Twitterstatus auf allen möglichen Plattformen. Und via Facebook hab ich auch mehr Kontakt in die Heimat als über diesen Blog – also: 
PS: Einen wirklich Lesenswerten Blog über Musik gibt es von Achim Stadelmaier (Auch bekannt als For me and my Sons) unter http://musikantenstadel.wordpress.com/
Top-CD’s 2009
Auch wenn ich im letzten Jahr hier doch schreibfauler geworden bin (was vielleicht auch daran liegt dass ich kurze dachen einfach per Twitter in die Welt blase) darf der CD-Jahresrückblick nicht fehlen – für den Konzertrückblick auf das arschkalte Roarfest mit Kids in the Way oder das tolle Konzert mit Daniel Benjamin (der vierhändig mit Eleni Flügel gespielt hat, Ufi am Kontrabass und Ronald an der E-Gitarre), Maximilian Mengewesser (Aka Allurarot, Electric Fleischpeitsche) (Unterstützt von DB an der Gitarre und Rudi Soundkaiser an den Backings und mit der von Ralf Schröter beobachteten Sofia Stark vor ein paar Tagen reichts aber nicht.
Hier jetzt die CD’s. Reihenfolge ist nicht wertend, sondern nach Kaufzeitpunkt (Januar oben, November unten)
- Mando Diao – Give Me Fire. Die Kommt zwar auch nicht an die Ode to Ochrady ran, aber ist trotzdem richtig gut
- The Gentlemen – A Candid History Of Faith Hope Love. Nach dem vom Sound her graußamen Vorgänger ist das jetzt ein Rundum gelungenes Album der Sympatischen Briten. Videotip: I’m Not Leaving
- September Leaves – Felt EP. Nur drei Titel – aber was besonderes. 50stk – und ich hab eine davon. The Race ist einfach ein umwerfend fetter Song.
- Florian Ostertag – The Constant Search. Nach zwei EP’s mit beinahe identischen Songs kommt jetzt das Album. Selbst aufgenommen (mehr zum Aufnahmeprozess da) – gut gelungen – hoffe auf viele tolle Konzerte 2010.
- Mute Math – Armistice. Nach dem IMHO etwas schwächeren selbstbetitelten ersten Album folgt jetzt mit Armistice ein richtiger Kracher der mit The Nerve auch sofort richtig loslegt. Hoffentlich kommen die mal wieder nach Deutschland.
- mewithoutYou – It’s All Crazy! It’s All False! It’s All a Dream! It’s Alright! Eigentlich nur als Weihnachtsgeschenk für meine Schwester gedacht war schnell klar: Ich brauche diese CD auch. Hardcore-Elemente fehlen in diesem Album vollkommen, die wurden durch Folkige ersetzt – und die Stimme von Aaron kommt voll zur Geltung.
- Joy Electric – Favorites at Play. Auch wenn ich von Falling Slowly doch etwas entteuscht bin, es ist einfach extrem lustig auf ner Party diese Versionen abzuspielen, wenn eigentlich alle anderen nur die Original-Songs kennen
- Switchfoot – Hello Hurricane. Das Rockt. Punkt. Spitzenleistung – jetzt muss es nur noch klappen die Jungs 2010 live zu sehen.
Beste (und einzigste) Vinyl ist die vor ein paar Tagen gekaufte und schon 2008 als Top-CD eingeordnete There’s A Monster Under Your Deathbed von Daniel Benjamin. Einfach Schön zuhause im Wohnzimmer auf dem Plattenspieler der Eltern am wärmenden, brennenden Ofen zu sitzen und alle 20 min aufstehen um die Platte zu wenden. Ich bin je gespannt, ob Sarah ihre Pläne für eine 7″-Vinyl 2010 umsetzt, dann wird das die nächste sein…
Previous Articles
Hallo!

Herzlich wilkommen in meinem kleinen Blog über mich, mein Leben und was mich bewegt. Du bist herzlich eingeladen mir auch deine Sicht der Dinge als Kommentar zu hinterlassen - ich wünsche dir viel Spaß hier!




Letzte Kommentare